zum Inhalt

Förderungen für Ein-Personen-UnternehmerInnen durch das Bildungskonto des Landes OÖ

Förderungen für Ein-Personen-UnternehmerInnen durch das Bildungskonto des Landes OÖ

Folgende Themen werden in diesem Kapitel behandelt:
Wer wird gefördert?

Gefördert werden Ein-Personen-Unternehmer, die in Oberösterreich arbeiten oder deren Hauptwohnsitz seit mindestens einem Jahr in Oberösterreich liegt.

Weiters dürfen Unternehmer, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als höchste Qualifikation den Abschluss einer Matura von einer AHS oder BHS aufweisen.

Bei über 40jährigen Unternehmern spielt die schulische Letztqualifikation keine Rolle. Einzige Beschränkung besteht hier darin, dass Akademiker nicht mehr als netto € 1.400,00 monatlich verdienen dürfen.

Das Alter spielt auch bei der Förderhöhe eine wichtige Funktion. Näheres dazu im Kapitel „Höhe der Förderung“.

Vorraussetzung für die Förderung?

Um die Vorraussetzungen für die Förderung bestimmen zu können, ist zunächst eine Unterscheidung zu treffen zwischen dem  

„Allgemeinen Bildungskonto“

und dem

„Speziellen Bildungskonto“

1) Folgende Vorraussetzungen sind für die Anerkennung von Kosten einer Bildungsmaßnahme im Rahmen das „Allgemeinen Bildungskontos“ zu erfüllen:
2) Folgende Vorraussetzungen sind für die Anerkennung von Kosten einer Bildungsmaßnahme im Rahmen das „Speziellen Bildungskontos“ zu erfüllen:
Was wird gefördert?

Beim „Allgemeinen Bildungskonto“ bildet der Gegenstand der Förderung nur die Kurskosten (Teilnehmerbeiträge) für Bildungsmaßnahmen.

Das „Spezielle Bildungskonto“ fördert entweder die Kurskosten bzw. Schulkosten – nicht jedoch Studienbeiträge – oder die Kosten für Fachbücher, Instrumente, Material.

Fallen im Zusammenhang mit einer Bildungsmaßnahme unbedingt erforderliche Unterkunftskosten (Übernachtung und Frühstück gemäß Wifi-Tarif d.s. Basis € 35,00) an,
so können diese zusätzlich  zu den oben genannten Kosten gefördert werden.

Eine unbedingt erforderliche Unterkunft liegt vor, wenn zB. der Kurs um 22.00 Uhr endet und der Förderungswerber noch über 100 km Heimreise hätte.

Über die angefallenen Nächtigungskosten mit Frühstück ist eine ordnungsgemäße Rechnung bei der Förderstelle vorzulegen.

Die Prüfungsgebühren und Fahrtkosten sind nicht förderbar.

Höhe der Förderung?

Die Höhe der Förderung ist wie eingangs schon erwähnt, auch abhängig vom Alter des Förderungswerbers.

50 % Förderung für unter 40-Jährige:

Die Förderungshöhe für Bildungsmaßnahmen im Rahmen des „Allgemeinen Bildungskonto“ beträgt 50 % der dem Förderungswerber persönlich erwachsenen Kurskosten, bis zum Förderungshöchstbetrag von € 730,00. Dieser Förderungshöchstbetrag kann in mehreren Teilbeträgen oder auf einmal bis zum 31. Dezember 2009 angesprochen werden.

Bei Bildungsmaßnahmen im Rahmen des „Speziellen Bildungskontos“  beträgt die Förderung 50 % der vom Förderungswerber persönlich getragenen Ausgaben bis zum Förderungshöchstbetrag von € 1.460,00.

Wie beim Allgemeinen Bildungskonto kann auch hier der Förderungshöchstbetrag in mehreren Teilbeträgen oder auf einmal mit Befristung 31. Dezember 2009 ausbezahlt werden.

Für den Besuch eines Fachhochschul-Vorbereitungs-Lehrganges beträgt der Förderungsbetrag pro Semester € 550,00, das sind max. € 1.100,00.

Die Förderung von Unterkunftskosten beträgt 50 % der vom Förderungswerber persönlich getragenen Ausgaben bis zum Höchstbetrag von € 3.300,00. Dieser Unterkunftsbeitrag kann wiederum in mehreren Teilbeträgen oder auf einmal bis zum 31. Dezember 2009 beansprucht werden.

80 % Förderung für über 40-Jährige:

Für diesen Personenkreis beträgt die Förderhöhe 80 % der ihnen anfallenden Kurskosten.

Der Förderungshöchstbetrag beträgt beim „Allgemeinen Bildungskonto“  € 1.100,00 und beim „Speziellen Bildungskonto“ € 1.830,00.

Bezüglich der Förderung der Unterkunftskosten gelten die gleichen Bestimmungen wie oben angeführt.

Zusammenfassung der einzelnen Förderungsbeiträge in tabellarischer Form:

FörderungsartFörderungswerberFörderungshöheFörderungshöchstbetrag
Allgemeines BildungskontoEin-Personen-Unternehmer unter 40 Jahre mit Höchstabschluss Matura (BHS, AHS)

Ein-Personen-Unternehmer über 40 Jahre ohne Rücksicht der schulischen Letztqualifikation, außer Akademiker, Einkommen beschränkt auf netto € 1.400,00 monatlich
50 % der Kurskosten




80 % der Kurskosten
€ 730,00





€ 1.100,00
Spezielles Bildungskonto














Förderung Unterkunft mit Frühstück
Ein-Personen-Unternehmer unter 40 Jahre mit Höchstabschluss Matura (BHS,AHS)

Ein-Personen-Unternehmer über 40 Jahre ohne Rücksicht der schulischen Letztqualifikation, außer Akademiker, Einkommen beschränkt auf netto € 1.400,00 monatlich



50 % der Kurskosten oder Kosten f. Fach-bücher, Material...

80 % der Kurskosten oder Kosten f. Fach-bücher, Material...





50 % der Ausgaben (max. € 17,50/Tag
€ 1.460,00





€ 1.830,00









€ 3.300,00 für 3 Jahre (pro Jahr max. € 1.100)
Fachhochschul-VorbereitungEin-Personen-Unternehmer mit Höchstabschluss Matura (BHS, AHS)pro Semester € 550,00€ 1.100,00

Wichtig:

Der max. Förderbetrag (Summe aller Kurse der Förderperiode 01.07.2004 bis 31.12.2009) beträgt bei den
Beispiel:

Herr Muster, Unternehmer, 33 Jahre alt, Betriebssitz in Oberösterreich,
besucht im Laufe der Förderperiode folgende Kurse:

Buchhalterkurs (2005):
Kurskosten: € 1.200,00
Prüfungsgebühr: € 398,00

Bilanzbuchhalterkurs (2006):
Kurskosten: € 1.970,00
Prüfungskosten: € 550,00

In welcher Höhe kann der Unternehmer sich nun im Rahmen des Bildungskontos fördern lassen?

Lösung:

Der Förderbetrag bei unter 40jährigen Personen beträgt 50 % der Ausgaben, jedoch höchstens € 730,00 bei Kursen ohne und € 1.460,00 bei Kursen mit Abschlussprüfung.

Herr Muster beantragt für den Buchhalterkurs das allgemeine Bildungskonto und kann sich bei positiver Erledigung 50 % von € 1.200,00 d.s. € 600,00 fördern lassen.

Für den anschließenden Bilanzbuchhalterkurs kann Herr Muster das spezielle Bildungskonto beanspruchen, da es sich hier um eine spezielle Vorbereitung einer Berufsausbildung handelt.
Förderbar sind in diesem Fall 50 % von € 1.970,00 d.s. € 985,00.

Das Herr Muster aber schon € 600,00 für den Buchhalterkurs bekommt, gelangen für den Bilanzbuchhalterkurs „nur“ noch € 860,00 zur Auszahlung, um den max. Förderbeitrag von € 1.460,00 nicht zu überschreiten.

Die Prüfungskosten können hier nicht gefördert werden!

Wie erfolgt die Antragstellung und Abwicklung?

Anträge für das Bildungskonto können mittels des dafür vorgesehenen Formulars (Download unter www.land-oberoesterreich.gv.at – Rubrik Förderungen/Bildung u. Forschung) beim

Amt der OÖ Landesregierung
Abteilung Gewerbe
Bahnhofplatz 1
4021 Linz

eingebracht werden.

Die dem Antrag jeweils anzuschließenden Unterlagen sind im Antragsformular angeführt.

Weiters hat hier der/die FörderungswerberIn durch Unterschrift zu erklären, dass es sich um Ein-Personen Unternehmen handelt und er/sie einverstanden mit der/die behördliche Überprüfung seiner/Ihrer Angaben ist.

Die Förderungsanträge sind spätestens drei Monate nach Abschluss der Bildungsmaßnahme bzw. nach erfolgreicher Ablegung der Prüfung einzubringen.

Die gewährten Förderungsmittel sind zur Gänze rückzuerstatten, wenn der Förderungswerber den Förderungsbeitrag widmungswidrig verwendet. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn er/sie die Förderung auf Grund wissentlich unrichtiger, unvollständiger oder wahrheitswidriger Angaben erlangt hat.

Geltungsdauer der Förderung?

Das Bildungskonto des Landes Oberösterreich besteht seit dem 01. Juli 2004 und ist mit dem 31. Dezember 2009 befristet. Ab diesem Zeitpunkt können keine Anträge mehr eingebracht werden.
Zurück zur letzten Seite
 
Ditachmair & Partner Beratungsunternehmen
Wien  X  Linz | +43 / (0)732 / 78 42 78 - 0 |