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Grundanspruch pro Lehrjahr bei Krankheit

Grundanspruch pro Lehrjahr bei Krankheit

Nach § 17a BAG haben Lehrlinge innerhalb eines Lehrjahres bei Arbeitsverhinderung durch Krankheit (Unglücksfall, Kur- und Erholungsaufenthalte, Aufenthalte in Heil- und Pflegeanstalten) folgende Entgeltfortzahlungsansprüche:
Zunächst hat der Lehrherr (für die erste bzw. wiederholte Arbeitsverhinderung) bis zur Dauer von 4 Wochen die volle Lehrlingsentschädigung und anschließend bis zur Dauer von weiteren 2 Wochen ein Teilentgelt in der Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen der vollen Lehrlingsentschädigung und dem aus der gesetzlichen Krankenversicherung gebührenden Krankengeld zu gewähren. Die Ansprüche auf Entgeltfortzahlung stehen dem Lehrling innerhalb eines Lehrjahres zu, das mit einem Arbeitsjahr gleichzusetzen ist. Bei einem Wechsel des Lehrberechtigten ist nach § 12 BAG ein neuer Lehrvertrag abzuschließen. Abgesehen davon, dass dadurch ein neues Lehrjahr zu laufen beginnt, richten sich auch die Ansprüche auf Entgeltfortzahlung nach dem neuen Eintrittszeitpunkt. Bei einem Betriebsübergang iSd § 3 AVRAG beginnt jedoch kein neues Lehrjahr, weil der neue Inhaber als Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten in die im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden Dienstverhältnisse eintritt und Lehrlinge selbst dann zu übernehmen sind, wenn der Erwerber über keine entsprechende Lehrberechtigung verfügt.

 

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