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Ersterkrankung und Wiedererkrankung

Ersterkrankung und Wiedererkrankung

Im Gegensatz zu den ArbeiterInnen liegen hier keine Ansprüche vor, die sich automatisch pro Arbeitsjahr wiederholen. Daher ist zusätzlich abzuklären, ob eine Ersterkrankung oder eine Wiedererkrankungvorliegt. Unter "Ersterkrankung" versteht man

Liegt eine solche Ersterkrankung vor, so beginnt die "Krankenstandstage-Berechnung" wieder von vorne und zwar beim vollen Grundanspruch (6 Wochen zu 100%, 4 Wochen zu 50%). Es ist unbedingt auf die Höchstentgeltdauer zu achten! Darunter ist das zeitliche Höchstausmaß der Fortzahlung des Entgeltes zu verstehen. Es ergibt sich aus der Summe der einzelnen Kontingentswochen der jeweiligen Grundansprüche. Tritt hingegen innerhalb eines halben Jahres nach Wiedereintritt des Dienstes (gerechnet von der letzten Ersterkrankung) abermals eine Dienstverhinderung (Krankheit, Unglücksfall, Arbeitsunfall oder Berufskrankheit) ein, werden diese zusammengerechnet und der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin erhält das ihm zustehende Entgelt, bis die Ansprüche nach § 8 Abs. 1 und 2 ausgeschöpft sind. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Ein Angestellter (Dienstzeit unter 5 Jahre) weist folgende Krankenstände auf: 1. Krankenstand: 21.10.2004 bis 21.11.2004 = 32 Tage  
2. Krankenstand: 08.03.2005 bis 31.03.2005 = 24 Tage
3. Krankenstand: 13.09.2005 bis 23.09.2005 = 11 Tage
4. Krankenstand: 13.03.2006 bis 25.03.2006 = 13 Tage Das halbe Jahr nach Wiedereintritt des Dienstes nach dem ersten Krankenstand am 22.11.2004 läuft somit am 21.05.2005 aus. In das halbe Jahr nach der ersten Erkrankung fällt daher nur die 2. Krankheit, sie ist mit der Ersterkrankung zusammenzurechnen.
Die 3. Erkrankung beginnt erst nach dem 22.05.2005 und fällt somit schon außerhalb des Halbjahres nach der ersten Erkrankung. Diese 3. Erkrankung gilt deshalb wieder als "Ersterkrankung", ihr Ende setzt auch eine neuerliche Halbjahresfrist in Lauf.
Der Beginn der 4. Erkrankung fällt in dieses Halbjahr (Beginn 24.9.2005, Ende 23.3.2005), weshalb die 4. Erkrankung mit der 3. zusammenzurechnen ist. (Infolge der Kürze dieser 3. und 4. Dienstverhinderung, 11 plus 13 Tage, gebührt für beide Krankheiten volles Entgelt.)

 

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