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Ausmaß der zeitlichen Abgeltung

Ausmaß der zeitlichen Abgeltung

Bei einer Abgeltung gegen Freizeit gebührt für eine:

 

Mehrstunde Freizeit im Ausmaß von 1,25 Stunden bzw. 1 Stunde
Überstunde mit 50 % Zuschlag Freizeit im Ausmaß von 1,5 Stunden
Überstunde mit 100 % Zuschlag Freizeit im Ausmaß von 2 Stunden
  

Erläuterung Mehrarbeit:

Bezugnehmend auf das Plus an Zeitguthaben von 0,25 h ist zu unterscheiden, ob es sich um Mehrarbeit bei einem Teilzeit- oder  Vollzeitbeschäftigten handelt.

Bei Vollzeitbeschäftigten, deren kollektivvertragliche Normalarbeitszeit unter der gesetzlichen von 40 h liegt (zB Handelsangesteller mit 38,50 h/Woche), fällt für die Differenz kein Zuschlag von 25 % an.

Teilzeit-Mehrarbeit ist jene Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten, die über die vereinbarte Wochenarbeitszeit hinausgeht, aber noch nicht kollektivvertragliche Mehrarbeit bzw. Überstundenarbeit ist. In diesem Fall kommt der Zuschlag von 25 % zur Anwendung.

Teilzeit-Mehrarbeitsstunden sind dann nicht mit einem 25%igen Zuschlag zu berücksichtigen wenn:

Der abweichende 3-Monats-Zeitraum (statt Kalendervierteljahr) ist aber jedenfalls im Vorhinein zu fixieren.

 

 

Erläuterung Überstundenarbeit:

Das Arbeitszeitgesetz lässt auch zu, dass der Überstundengrundlohn in Freizeit im Verhältnis 1:1 und der Zuschlag finanziell abgegolten wird. Es muss allerdings beachtet werden, dass hier die Steuerfreiheit gem. § 68 EStG (Zuschlag für die ersten 10 Überstunden lohnsteuerfrei) nicht gegeben ist.

Grundsätzlich sehen die Kollektivverträge nur für Überstunden, die an Werktagen untertags geleistet werden, einen Zuschlag von 50 % vor. Für Überstunden an Werktagen ab einem bestimmten Zeitpunkt (Nachtüberstunden), Überstunden an Sonntagen und Feiertagen bestimmen diese meistens einen Zuschlag von 100 %.  

 

 

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