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SV-rechtliche Behandlung

SV-rechtliche Behandlung

Solange dem Ferialpraktikanten kein Entgelt bezahlt wird, besteht in der Sozialversicherung keine Beitrags- und Meldepflicht. Die Schülerunfallversicherung deckt die Tätigkeit ab. Sollte der Ferialpraktikant Entgelt beziehen (und sei es auch nur ein geringfügiges Taschengeld) könnte dies aus Sicht der Sozialversicherung als Indiz daür gewertet werden, dass der Praktikant Arbeitsleistungen erbracht hat und damit Dienstnehmer gewesen ist. Nach Ansicht des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hätte der Praktikant, bei Vorliegen einer Dienstnehmereigenschaft, nicht nur Anspruch auf Taschengeld, sondern auf das kollektivvertragliche Entgelt. Die Folge wäre eine Vollversicherung als Dienstnehmer (in der Regel in der Beitragsgruppe A1 oder D1). Die OÖ Gebietskrankenkasse teilt diese Ansicht Gott sei Dank nicht und vertritt hier eine großzügigere Auffassung. Die Sozialversicherung wird in diesen Fällen vom bezahlten Taschengeld bemessen. Je nachdem, ob das Taschengeld die Geringfügigkeitsgrenze (2007: € 341,16) übersteigt oder nicht, liegt entweder ein geringfügiges Dienstverhältnis (nur Abfuhr der Unfallversicherungsbeiträge) oder ein vollversichertes Dienstverhältnis vor (volle Beitragsabfuhr).

 

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