zum Inhalt

Erläuterung Tatbestand "Überstunden"

Erläuterung Tatbestand "Überstunden"

a) Flexible Arbeitszeit

Wurde mit einem/einer Arbeitnehmer/in zu Recht flexible Arbeitszeit (zB Gleitzeit oder Durchrechnung) vereinbart, so kann Lohn- und Sozialdumping dann vorliegen, wenn zum Zeitpunkt der Fälligkeit der nicht konsumierten „Gutstunden" (zB am Ende einer Durchrechnungs- oder Gleitzeitperiode oder bei Austritt) diese nicht bezahlt werden.

Ist am Ende einer „Periode" eine Übertragung in die nächste Periode zulässig, so liegt kein Lohn- und Sozialdumping vor.

Wird der Grundlohn nicht bezahlt, nicht aber ein allfälliger Gutstundenzuschlag.

§ 19 e AZG = 50 %), so ist dies ein fehlender Entgeltanspruch, der zwar arbeits- und sv-rechtlich ein Nachspiel haben könnte (GPLA, Arbeiterkammer), aber es liegt kein Grundlohnvergehen vor.

b) Pauschalentlohnung:

Werden hinsichtlich der Abgeltung von Überstunden entsprechende Überstundenpauschalen oder Inklusivgehälter bzw. Inklusivlöhne (All-Inclusive) vereinbart, so liegt ein Grundlohnvergehen dann vor, wenn am Ende des Beobachtungszeitraumes (zumeist der 31. Dezember) der Grundlohn in Bezug auf jene Stunden nicht bezahlt wird, der sich als „Unterdeckung" im Zuge der Deckungsprüfung ergibt.

Zurück zur letzten Seite
 
Ditachmair & Partner Beratungsunternehmen
Wien  X  Linz | +43 / (0)732 / 78 42 78 - 0 |