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Nichtverbrauch des Urlaubs

Nichtverbrauch des Urlaubs

Wird der Urlaub nicht konsumiert, verjährt der Urlaubsanspruch nach Ablauf von 2 Jahren ab dem Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist; bis dahin wird der Urlaubsanspruch von selbst auf das folgende oder gegebenenfalls auch auf das übernächste Urlaubsjahr übertragen. Verbraucht der Arbeitnehmer Urlaub, werden diese Urlaubstage zuerst vom alten und dann vom neuen Urlaub abgestrichen.

Eine Unterbrechung der Verjährung kann allerdings sehr leicht eintreten, sogar durch ein deklaratives Anerkenntnis, also zB eine Wissenserklärung des Arbeitgebers über den noch offenen Urlaubsanspruch; es genügt ein Verhalten des Arbeitgebers, aus dem auf sein Bewusstsein, verpflichtet zu sein, geschlossen werden kann.

Diese besondere 2-jährige Verjährungsfrist des § 4 Abs 5 UrlG bezieht sich nur auf den Urlaubsanspruch selbst, nicht aber auf die finanziellen Ansprüche für nicht verbrauchten Urlaub. Für diese gelten die Bestimmungen des § 1486 ABGB für die Verjährung von arbeitsrechtlichen Ansprüchen; demnach beträgt die Verjährungsfrist bei Entgeltforderungen 3 Jahre.    

Urlaubsablöse  
Nach § 7 UrlG sind Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die bei aufrechtem Dienstverhältnis für den Nichtverbrauch des Urlaubs Geld oder sonstige vermögenswerte Leistungen des Arbeitgebers vorsehen, an sich rechtsunwirksam und absolut nichtig. Dringend zu empfehlen ist daher eine Vereinbarung im Rahmen der Ablöse darüber, dass der in Geld abgelöste Urlaub jederzeit in natura konsumiert werden kann, das dafür erhaltene Geld jedoch zurückzuzahlen ist.

 

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