zum Inhalt

Höhe des Urlaubsanspruch

Höhe des Urlaubsanspruch

Anspruch pro Urlaubsjahr Dem Arbeitnehmer gebührt für jedes Arbeitsjahr ein Urlaub von 5 Wochen, der sich nach Vollendung des 25. Dienstjahres auf 6 Wochen erhöht (§ 2 Abs 1 UrlG). Teilzeitbeschäftigte (dazu gehören auch geringfügig Beschäftigte), die an weniger als 5 Arbeitstagen pro Woche beschäftigt sind, haben entsprechend der Zahl der für sie maßgeblichen Arbeitstage ebenso Anspruch auf Erholungsurlaub wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Ein höherer Urlaubsanspruch aufgrund eines Kollektivvertrages oder eine sondergesetzlichen Regelung ist möglich. In den allerersten 6 Monaten des Dienstverhältnisses wächst der Anspruch monatlich aliquot zu, ab dem 7. Monat besteht er in voller Höhe. Ab dem zweiten Arbeitsjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch jeweils mit Beginn des Arbeitsjahres zur Gänze.  

Urlaubsvorgriff auf kommendes Urlaubsjahr Wünscht ein Arbeitnehmer, der seinen Anspruch bereits verbraucht hat, noch weiteren Urlaub zu konsumieren, kann ihm der Verbrauch eines erst im nächsten Urlaubsjahr entstehenden Urlaubsanspruchs vorgriffsweise gewährt werden. Dem Arbeitgeber ist aber in dem Zusammenhang eine Rückverrechnungsvereinbarung zu empfehlen. Ohne diese Vereinbarung wäre die Rückverrechnung bei vorzeitiger Beendigung des Dienstverhältnisses nämlich nicht zulässig. Oft wird die Rückverrechnung eines Urlaubsvorgriffs mit der Rückverrechnung von "zu viel verbrauchtem Urlaub" im Verhältnis zur aliquoten Urlaubsersatzleistung verwechselt: Ein Arbeitnehmer kann seinen Urlaub immer (auch in dem Urlaubsjahr, in dem das Arbeitsverhältnis endet!) ungekürzt konsumieren. Nur für nicht konsumierten Urlaub gebührt ihm jedoch nur aliquot einer Urlaubsersatzleistung entsprechend der Dauer der Dienstzeit. Urlaubsentgelt für einen über das aliquote Ausmáß hinaus verbrauchten Urlaub ist nicht rückzuerstatten. Dabei handelt es sich nicht um einen "Urlaubsvorgriff". Eine Rückzahlungsvereinbarung des über den aliquoten Teil hinausgehend konsumierten Urlaubs außerhalb der gesetzlich vorgesehenden Rückzahlungsbestimmungen des § 10 UrlG ist unzulässig.  

 

 

Zurück zur letzten Seite
 
Ditachmair & Partner Beratungsunternehmen
Wien  X  Linz | +43 / (0)732 / 78 42 78 - 0 |