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Fahrtkostenersätze

Fahrtkostenersätze

1. Kilometergelder nach § 26 Z 4 EStG (nicht steuerbar)

Als Fahrtkostenersatz steht bei Dienstreisen höchstens das amtliche Kilometergeld d.s. € 0,38/km (gerundet) zu. Es kann für maximal 30.000 Kilometer pro Kalenderjahr nicht steuerbar ausgezahlt werden. Die 30.000 Kilometer-Grenze ist von jedem Arbeitgeber gesondert wahrzunehmen. Unbeachtlich ist jedoch, ob der Arbeitnehmer mehrere Kraftfahrzeuge neben- oder hintereinander verwendet.

Werden vom Arbeitgeber "limitierte Kilometergelder" bezahlt, die als Vorauszahlung für durchzuführende Dienstreisen anzusehen sind, handelt es sich um keine steuerlich unzulässige Pauschalierung der Kilometergelder, wenn der Arbeitgeber eine Jahresabrechnung vornimmt und eine Rückzahlung in Höhe des nicht ausgeschöpften Jahresbetrags verlangt. Weitere Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer die Berechnungsgrundlagen in Form eines ordnungsgemäß geführten Fahrtenbuches vorlegt.

Lohngestaltende Vorschriften haben für den Bereich des § 26 Z 4 keine Bedeutung. Sieht daher der anzuwendende KV vor, dass Fahrtkosten iZm einer Dienstreise nur in Höhe der Kosten für ein öffentliches Verkehrsmittel abgegolten werden, kann der Arbeitgeber dennoch für die dienstlich gefahrenen Kilometer das amtliche Kilometergeld steuerfrei auszahlen. 

2. Fahrten für arbeitsfreie Tage zum Familienwohnsitz

Wird der Arbeitnehmer zur Dienstverrichtung an einen Einsatzort entsendet, der so weit von seinem ständigen Wohnort entfernt ist, dass ihm eine tägliche Rückkehr nicht zugemutet werden kann (das wird idR bei einer Entfernung ab 120 km der Fall sein), können Fahrtkostenersätze (km-Geld, Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels) für Fahrten vom Einsatzort zum ständigen Wohnort und zurück für den Aufenthalt am ständigen Wohnort während arbeitsfreier Tage nicht steuerbar ausgezahlt werden. Diese Fahrtkosten dürfen höchstens wöchentlich (für das arbeitsfreie Wochenende) gezahlt werden.

Der Anspruch auf Ersatz für derartige Fahrtkosten war bis 31.12.2007 nur in einer lohngestaltenden Vorschrift geregelt.

3. Abgrenzung Reisekosten zu Kosten Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte

Werden Fahrten zu einer neuen Arbeitsstätte in einem Kalendermonat unmittelbar vom Wohnort aus angetreten, ist zu unterscheiden, ob es sich um eine vorübergehende Dienstzuteilung oder um eine dauernde Versetzung handelt.

Wird der Arbeitnehmer zu einer neuen Arbeitsstätte auf Dauer versetzt, stellen die Fahrten zur neuen Arbeitsstätte keine Fahrtkosten dar, da sie durch den Verkehrsabsetzbetrag und ein gegebenenfalls zustehendes Pendlerpauschale abgegolten werden.

Wird der Arbeitnehmer zu einer neuen Arbeitsstätte vorübergehend dienstzugeteilt oder entsendet und werden Fahrten zum neuen Einsatzort unmittelbar vom Wohnort aus angetreten, so können bis zum Ende des Kalendermonats, in dem diese Fahrten erstmals überwiegend zurückgelegt werden nicht steuerbar ausbezahlt werden. Ab dem Folgemonat stellen die Fahrten zur neuen Arbeitsstätte Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte dar.

Für die Bau- und Montagetätigkeiten gilt die o.a. Kalendermonatsregel erst ab dem 01.01.2010.

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